2 Januar 2014 - 20:30
Al Alam: Saudischer Informationsminister und Drahtzieher des Anschlags auf iranische Botschaft standen im engen Kontakt

- Der Drahtzieher des Anschlags auf die iranische Botschaft in Beirut, Madsched Al Madsched, hat offenbar von dem saudi-arabischen Informationsminister, Bandar Ben Sultan, Befehle erteilt bekommen.

Der Drahtzieher des Anschlags auf die iranische Botschaft in Beirut, Madsched Al Madsched, hat offenbar von dem saudi-arabischen Informationsminister, Bandar Ben Sultan, Befehle erteilt bekommen. Das berichtete der iranische Nachrichtensender Al Alam am Donnerstag unter Berufung auf informierte libanesische Quellen. Er habe im engen Kontakt mit dem saudischen Kronprinzen gestanden. Zuvor hatte Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah erklärt, Saudi-Arabien stehe hinter dem Anschlag. Er habe keine Zweifel, daß der saudische Geheimdienst enge Verbindungen zu den “Brigaden“ pflege, sagte er am 3. Dezember. Der Anschlag sei “Ausdruck der Wut Saudi-Arabiens auf Teheran, weil Riad in Syrien eine Niederlage erleidet“. Am Neujahrstag erklärte der libanesische Verteidigungsminister des Libanon, Fajes Ghosn, dass der Geheimdienst seiner Streitkräfte am 30. Dezember den “Emir“ der Al-Qaida-nahen “Abdallah-Assam-Brigaden“, den aus Saudi-Arabien stammenden Madsched Bin Muhammad Al-Madsched, verhaftet hat. Er werde derzeit im geheimen verhört, erklärte der Minister. Der Topterrorist gilt als Drahtzieher des Anschlags auf die iranische Botschaft in Beirut vom 19. November 2013, bei dem sich zwei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt hatten. 25 Menschen, darunter der iranische Kulturattaché Ibrahim Ansari, waren dabei getötet worden, 146 wurden zum Teil schwer verletzt. Aktivisten der “Abdallah-Assam-Brigaden“ hatten sich nach dem Attentat über den Kurznachrichtendienst Twitter zu dem Blutbad bekannt.