2 Dezember 2013 - 20:30
Netanjahu sucht in Rom nach antiiranischen Partnern

Etwa eine Woche nach der Einigung zwischen G5+1 und Iran im Atomstreit in Genf ist am Sonntag(gestern) der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in Begleitung von sechs Ministern seines Kabinetts zu einem Zweiergipfel nach Italien gereist.

Das Reiseziel Netanjahus besteht laut IRNA aus Italien darin, dort nach Partnern für seinen antiiranischen Kurs zu suchen. Bei einer Feier in der Synagoge von Rom sagte Netanjahu im Beisein vom italienischen Regierungschef Enrico Letta, Sanktionen gegen den Iran würden bedauerlicherweise reduziert und wenn rasch keine Gegenmaßnahmen getroffen würden, würden alle Bemühungen der letzten Jahre zunichte gemacht. Netanjahu prangerte dann den Westen wegen der Vereinbarung mit dem Iran scharf an und erklärte: Der Westen solle Illusionen beiseitelegen. Iran wolle Atombombe, Iran unterstütze Terrorismus und wir würden nicht zulassen, dass der Iran Atombomben baue und sie dann gegen uns einsetze. Wir würden gegebenfalls darauf reagieren, wir würden nicht schweigen, wenn wir uns in Gefahr sähen, sagte Israels Regierungschef dort weiter. Netanjahu nennt die Einigung in Genf einen schrecklichen historischen Fehler und sucht überall, wo er hinreist, nach Gesinnungsgenossen. Er wird heute in Vatikan das Oberhaupt der katholischen Kirche Papst Franziskus aufsuchen und dann mit den italienischen Verantwortlichen ein 10-Punkte-Abkommen unterzeichnen.