30 November 2013 - 20:30
Explosion an führender Ölpipeline im Jemen

Informierte Quellen jemenitischer Stämme berichteten, dass Stammesangehörige einen Teil der Haupt-Ölexportpipeline des Landes gesprengt hätten.

Bisher sei noch nicht erkennbar geworden, ob durch die Explosion, die sich am Freitag im Osten der jemenitischen Hauptstadt Sanaa ereignete, der Ölexport des Landes gestoppt worden sei.

Mit besagter Pipeline wird jemenitisches Rohöl vom Ölfeld Maarib im Zentrum des Landes zur Endstation Ras Isa am Roten Meer transportiert.

Bisher wurde die hinter der Explosion stehende Absicht noch nicht deutlich, aber informierte Stammesangehörige sagen, dass lokale Stämme die Regierung in Sanaa damit dazu bewegen wollen, die Infrastruktur ihres Gebietes zu verbessern.

Der Jemen bestreitet mit den Öleinnahmen 70 Prozent seines Haushaltes und Öl- und Gasprodukte bilden 90 Prozent des jemenitischen Exportes.
Aufständische und Stammesangehörige haben in den beiden vergangenen Jahren versucht von der Zentralregierung Konzessionen zu bekommen und in diesem Zusammenhang mehrfach Anschläge auf Öl- und Gaspipelines durchgeführt. Diese Anschläge führen zum Brennstoffmangel und zur Reduzierung der Exporteinnahmen.