Im Irak sind im September nach UNO-Angaben fast 1.000 Menschen durch Anschläge getötet worden. Wie die UNO gestern mitteilte, verloren im vergangenen Monat 979 Menschen ihr Leben bei Bombenattentaten und anderen Angriffen. Bereits im Juli und August waren jeweils zwischen 800 und 1.000 Menschen bei Anschlägen getötet worden. Die irakische Regierung gab für September 971 Tote durch Anschläge bekannt. Der blutigste Tag des vergangenen Monats war demnach der 21. September mit mehr als 90 Toten und 200 Verletzten. Gestern wurden bei Angriffen insgesamt 19 Menschen getötet. „Im September gab es eine Zunahme von Bombenangriffen auf belebte Orte mit sehr vielen Opfern“, sagte John Drake von dem auf Risikoanalyse spezialisierten Unternehmen AKE. Zugenommen hätten auch Angriffe mit Schusswaffen, bei denen ganze Familien ausgelöscht wurden. Die jüngsten Zahlen schüren die Sorge, dass der Irak erneut in konfessionell motivierter Gewalt versinkt, wie es in den Jahren 2006 und 2007 der Fall war. Damals wurden Zehntausende Menschen bei Anschlägen und Kämpfen zwischen schiitischen und sunnitischen Milizen getötet. Das irakische Kabinett beschloss gestern, Sicherheitskräften in besonderen Risikogebieten wie Bagdad vorübergehend eine Gefahrenzulage zu zahlen. Polizisten und Soldaten sollen demnach 50 Prozent mehr Lohn bekommen.
1 Oktober 2013 - 20:30
News ID: 468759
Im Irak sind im September nach UNO-Angaben fast 1.000 Menschen durch Anschläge getötet worden.