18 September 2013 - 19:30
Bericht der UN-Experten enthält nichts Neues

Der Bericht der UN-Chemiewaffenexperten über den Einsatz des Nervengifts Sarin in Syrien enthält nach Ansicht der syrischen Regierung nichts Neues.

Die staatliche Nachrichtenagentur Sana zitierte am Mittwoch den syrischen UN-Botschafter in New York, Baschar al-Dschaafari, mit den Worten: «Seit Beginn der Krise warnt die syrische Regierung schon vor der Gefahr eines Einsatzes von Chemiewaffen durch Terrorgruppen.»  
Al-Dschaafari verwies auf die Unvollständigkeit des Berichts. Die UN-Experten hätten weitere angebliche Chemiewaffeneinsätze in dem Bürgerkriegsland nicht untersucht, sagte er nach Sana-Angaben. Die noch geplanten Untersuchungen müssten daher erst einmal abgewartet werden.  
Allerdings gebe es großen politischen Druck auf das UN-Generalsekretariat, den Bericht schon vor Abschluss der Ermittlungen herauszugeben. Dies sei vor allem im Interesse jener Länder, die die Untersuchung politisieren und die syrische Regierung dämonisieren wollten. Deren Ziel sei es, eine politische Lösung zu behindern und einen Militärschlag voranzutreiben.  
Die Chemiewaffeninspekteure sollen nach UN-Angaben sobald wie möglich nach Syrien zurückkehren, um dort weitere Vorfälle zu untersuchen. Danach legt das Expertenteam einen Abschlussbericht vor.