Die staatliche Nachrichtenagentur Sana zitierte am Mittwoch den syrischen
UN-Botschafter in New York, Baschar al-Dschaafari, mit den Worten: «Seit
Beginn der Krise warnt die syrische Regierung schon vor der Gefahr eines
Einsatzes von Chemiewaffen durch Terrorgruppen.»
Al-Dschaafari verwies auf die Unvollständigkeit des Berichts. Die UN-Experten
hätten weitere angebliche Chemiewaffeneinsätze in dem Bürgerkriegsland
nicht untersucht, sagte er nach Sana-Angaben. Die noch geplanten Untersuchungen
müssten daher erst einmal abgewartet werden.
Allerdings gebe es großen politischen Druck auf das UN-Generalsekretariat,
den Bericht schon vor Abschluss der Ermittlungen herauszugeben. Dies
sei vor allem im Interesse jener Länder, die die Untersuchung politisieren
und die syrische Regierung dämonisieren wollten. Deren Ziel sei es,
eine politische Lösung zu behindern und einen Militärschlag voranzutreiben.
Die Chemiewaffeninspekteure sollen nach UN-Angaben sobald wie möglich
nach Syrien zurückkehren, um dort weitere Vorfälle zu untersuchen.
Danach legt das Expertenteam einen Abschlussbericht vor.
18 September 2013 - 19:30
News ID: 464668
Der Bericht der UN-Chemiewaffenexperten über den Einsatz des Nervengifts Sarin in Syrien enthält nach Ansicht der syrischen Regierung nichts Neues.