Bei einem Doppelanschlag auf gemeinsam betende Sunniten und Schiiten sind im Irak mindestens 30 Menschen getötet worden. Die Polizei zählte 35 Verletzte. Vor der Al-Salam-Moschee in Bakuba nördlich von Bagdad explodierte den Behörden zufolge zunächst eine Bombe, als die Gläubigen nach dem gläubigen Freitagsgebet das Gotteshaus verließen. Kurz darauf ging ein zweiter Sprengsatz hoch, als sich bereits Rettungskräfte und Schaulustige am Anschlagsort versammelt hatten. Viele umliegende Gebäude wurden zerstört.Gemeinsame Gebete von Sunniten und Schiiten sind im Irak selten. Sie werden gelegentlich von Aktivisten und Politikern organisiert, die damit Gewalt und politischer Spaltung zwischen den Religionsgruppen entgegenwirken wollen.Andernorts in Bakuba töteten Unbekannte mit einer schallgedämpften Schusswaffe den sunnitischen Prediger Shauki al-Duleimi.In der nördlichen Stadt Mossul drangen nach Angaben aus Sicherheitskreisen mehrere Bewaffnete in das Haus einer sechsköpfigen Familie ein. Sie töteten die Eltern und ihre vier Söhne. Über das Motiv der Mörder wurde zunächst nichts bekannt.
13 September 2013 - 19:30
News ID: 462877
Bei einem Doppelanschlag auf gemeinsam betende Sunniten und Schiiten sind im Irak mindestens 30 Menschen getötet worden.