9 September 2013 - 19:30
Obama spricht von einem möglichen Durchbruch

Zur Vermeidung eines Militärschlags hat Russland die syrische Führung aufgefordert, ihre Chemiewaffen unter internationale Kontrolle zu stellen.

Damaskus signalisierte Zustimmung, US-Präsident Barack Obama spricht von einem "möglichen Durchbruch" Er sehe eine mögliche Chance für einen Erfolg, sei aber noch skeptisch, sagte Obama in mehreren Interviews mit US-Fernsehsendern. Zugleich warnte er die syrische Führung vor einer Hinhaltetaktik. Wie Obama weiter erläuterte, hat er am vergangenen Wochenende beim G20-Gipfel in Sankt Petersburg mit dem russischen Präsidenten Putin über diplomatische Initiativen zur Lösung der Syrien-Krise gesprochen. Es sei seine Präferenz, den Konflikt ohne einen Militäreinsatz zu lösen, betonte Obama. Sollte der Vorstoß aber scheitern, seien die USA weiter zu einem Militärschlag gegen das Regime Assad bereit. Nach den Äußerungen von Präsident Obama verschob der US-Senat eine Probeabstimmung über einen Militärschlag gegen Syrien auf unbestimmte Zeit. Der demokratische Mehrheitsführer Harry Reid sagte, er wolle dem Präsidenten mehr Zeit geben, das Volk über die Vorgänge zu informieren. Russlands Außenminister Lawrow hatte gestern seinen Verbündeten Syrien aufgefordert, die Chemiewaffen des Landes der internationalen Gemeinschaft zu übergeben. Die Führung in Damaskus müsse zudem der Chemiewaffen-Konvention beitreten. Der syrische Außenminister Muallem, der sich derzeit in Moskau aufhält, begrüßte den Vorstoß, ohne näher darauf einzugehen.