30 August 2013 - 19:30
Verletzte bei Protesten am Freitag in Bahrain

Tausende Anhänger der Opposition haben gestern in Bahrain für demokratische Reformen demonstriert.

Tausende Anhänger der Opposition haben gestern in Bahrain für demokratische Reformen demonstriert. Sie forderten ein Ende von „Tyrannei“ und „Diktatur“, wie Augenzeugen berichteten. Einen Tag zuvor war nahe der Hauptstadt eine Autobombe detoniert. Dabei wurden vier Polizisten verletzt. Die Proteste in dem schiitischen Dorf Dschad Fahs nahe der Hauptstadt Manama, zu denen die Jugendgruppe der Oppositionsbewegung 14. Februar aufgerufen hatte, richteten sich gegen die sunnitische Herrscherfamilie Bahrains. Gestern Abend war es in überwiegend von Schiiten bewohnten Dörfern um Manama zu Ausschreitungen gekommen, nachdem Sicherheitskräfte friedliche Proteste der Opposition aufgelöst hatten. Demonstranten warfen laut Augenzeugen Brandbomben und Steine auf die Einsatzkräfte, die mit Tränengas und Blendgranaten zurückschlugen. Die Bevölkerung von Bahrain ist mehrheitlich schiitisch. Bei Protesten gegen die sunnitische Herrscherfamilie wurden seit Februar 2011 nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen mindestens 80 Menschen getötet.