Shahid Khaqan Abbasi sagte am heutigen Samstag im Gespräch mit Reportern
in Islamabad dazu, Pakistan solle zur Sicherstellung des Budgets für
die Bauarbeiten der Gas-Pipeline mit den Vertretern der neuen Regierung
im Iran Gespräche führen. Er deutete darauf hin, dass auch die Türkei
und Armenien zu den Importländern des iranischen Gases gehören. Das
Abkommen über Lieferung des iranischen Gases nach Pakistan wurde bereits
2010 unterzeichnet. Man kam damals überein, dass binnen zwei Jahren
21.500.000 Kubikmeter Gas aus dem Hafen Assaluyeh in den Hafen Nawabshah
im Süden Pakistans geliefert werden.
Im vergangenen März warnten die USA vor dem Milliardenprojekt. „Um
ganz klar zu sein, wenn dieses Geschäft abgeschlossen wird, wirft das
ernsthafte Bedenken wegen unserer Iran-Sanktionsgesetze auf“, mahnte
damals Außenamtssprecherin Victoria Nuland. „Das haben wir unseren
pakistanischen Partnern klargemacht.“ Doch Islamabad gibt sich unbeeindruckt.
„Das Projekt ist eine historische Errungenschaft, um Pakistans Energiebedürfnisse
zu befriedigen und ein Meilenstein in den pakistanisch-iranischen Beziehungen,
für die Förderung des regionalen Handels, der Vernetzung und von Frieden
und Sicherheit in der ganzen Region“, erklärte der frühere pakistanische
Präsident Ali Zardari.
Seit Jahren gibt es Pläne für die Pipeline, früher war auch Indien
dabei. Vor allem die USA haben immer wieder Druck dagegen gemacht. Um
den Iran außen vor zu halten, wurde öfter eine Route durch Afghanistan
genannt, die will wegen der Sicherheitslage allerdings erst recht niemand
bauen.
4 August 2013 - 15:03
News ID: 448618
Islamabad will nach den Worten des pakistanischen Ministers für Öl- und Naturressourcen das Gaspipeline-Projekt mit dem Iran vorantreiben.