1 August 2013 - 13:25
UNO schickt Chemiewaffen Inspektoren nach Syrien

Die Vereinten Nationen werden ein Team von Chemiewaffen-Experten nach Syrien entsenden.

Die Mission werde «sobald wie möglich» aufbrechen, teilte die UNO am Mittwoch in New York mit. Nach einer in der vergangenen Woche beim Besuch einer UNO-Delegation in Damaskus erzielten Einigung erhalten die internationalen Experten Zugang zu drei Orten, an denen chemische Kampfstoffe eingesetzt worden sein sollen. Insgesamt liegen der UNO Informationen über 13 derartige Vorfälle vor. Zunächst sollten drei Vorfälle untersucht werden, unter anderem einer in der Stadt Chan al-Asal nahe Aleppo im Norden des Landes. Die syrische Regierung wirft den Rebellen vor, dort im März unter anderem mit Giftgas zahlreiche Menschen getötet zu haben. Die beiden anderen Vorfälle, die untersucht werden sollen, wurden zunächst nicht konkret benannt. Das Expertenteam werde auf Basis der bislang gesammelten Informationen und der mit Syrien getroffenen Vereinbarungen arbeiten, hieß es. Weitere Details gaben die UN zunächst nicht bekannt.  
Die UN-Abrüstungsbeauftragte Angela Kane und der Giftgasexperte Åke Sellström waren in der vergangene Woche in die syrische Hauptstadt Damaskus gereist, um dort mit Regierungsvertretern zu verhandeln. Dabei wurde eine Vereinbarung in der Frage in der Frage der Chemiewaffen-Inspektionen getroffen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte Sellström im März zum Leiter einer Expertengruppe ernannt, die Vorwürfe prüfen soll, wonach in Syrien Chemiewaffen zum Einsatz kommen.