Die Mission werde «sobald wie möglich» aufbrechen, teilte
die UNO am Mittwoch in New York mit. Nach einer in der vergangenen Woche
beim Besuch einer UNO-Delegation in Damaskus erzielten Einigung erhalten
die internationalen Experten Zugang zu drei Orten, an denen chemische
Kampfstoffe eingesetzt worden sein sollen. Insgesamt liegen der UNO
Informationen über 13 derartige Vorfälle vor. Zunächst sollten drei
Vorfälle untersucht werden, unter anderem einer in der Stadt Chan al-Asal
nahe Aleppo im Norden des Landes. Die syrische Regierung wirft den Rebellen
vor, dort im März unter anderem mit Giftgas zahlreiche Menschen getötet
zu haben. Die beiden anderen Vorfälle, die untersucht werden sollen,
wurden zunächst nicht konkret benannt. Das Expertenteam werde auf Basis
der bislang gesammelten Informationen und der mit Syrien getroffenen
Vereinbarungen arbeiten, hieß es. Weitere Details gaben die UN
zunächst nicht bekannt.
Die UN-Abrüstungsbeauftragte Angela Kane und der Giftgasexperte Åke
Sellström waren in der vergangene Woche in die syrische Hauptstadt
Damaskus gereist, um dort mit Regierungsvertretern zu verhandeln. Dabei
wurde eine Vereinbarung in der Frage in der Frage der Chemiewaffen-Inspektionen
getroffen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte Sellström im März
zum Leiter einer Expertengruppe ernannt, die Vorwürfe prüfen soll,
wonach in Syrien Chemiewaffen zum Einsatz kommen.
1 August 2013 - 13:25
News ID: 447481
Die Vereinten Nationen werden ein Team von Chemiewaffen-Experten nach Syrien entsenden.