Amnesty International hat in einem gestern veröffentlichten Bericht die Lage der Menschenrechte in der arabischen Welt harsch kritisiert. Der Bericht befaßt sich mit Saudi Arabien, Bahrain, Dubai, Kuwait und Oman. Danach werden in Saudi Arabien politische Aktivisten und Regierungskritiker in Haft gehalten, ohne dass es zu einem Urteil oder auch nur zu einem Prozess kommt. Ebenso werden oft Menschen aufgrund nebulöser Beschuldigungen - wie z.B. Ungehorsam gegenüber der Regierung - bestraft. Nachdem im November 2011 fünf saudische Bürger bei Protesten getötet und zehn weitere Menschen verletzt worden waren, kam es zu Demonstrationen, bei denen der Sturz des Al-Saud Regimes gefordert wurde. Laut Angaben der Aktivisten wurden dabei mehr als 30.000 Bürger verhaftet. Amnesty International berichtet des Weiteren über die Diskriminierung der Schiiten in Bahrain, wo dutzende Demonstranten von saudischen Soldaten, die dem bahrainischen Regime zur Hilfe entsandt worden waren, getötet wurden. Die Aufstände in Bahrain begannen im Februar 2011. Das bahrainische Regime reagierte darauf mit brutaler Unterdrückung. Dutzende Demonstranten wurden seitdem getötet und hundere Bürger, darunter viele Ärzte und Krankenpfleger, die die verletzten Aufständischen behandelten, festgenommen.
22 Mai 2013 - 19:30
News ID: 422165
Amnesty International hat in einem gestern veröffentlichten Bericht die Lage der Menschenrechte in der arabischen Welt harsch kritisiert.