Russische Flugabwehr-Raketensysteme S-300 befinden sich bereits in Syrien, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag unter Berufung auf die in London erscheinende arabische Zeitung „Al-Quds Al-Arabi“. Diese Waffen wurden angeblich im Laufe der vergangenen zwei Jahre nach Syrien geliefert. Nicht auszuschließen ist, dass der russische Präsident Wladimir Putin am Dienstag diese Information dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu mitgeteilt hat. Moskau hat vor Tel Aviv nichts zu verbergen: Die S-300-Raketen fallen nicht unter das Waffenembargo gegen Syrien, weil sie eine Defensivwaffe sind. Auffällig ist allerdings, dass über die russischen Raketenlieferungen nach Syrien berichtet wurde, nachdem Israel Anfang Mai mehrere Ziele in diesem Land bombardiert hatte. Der Westen fordert derweil die Errichtung eines humanitären Korridors in Syrien und einer Flugverbotszone. Marat Musin von der Nachrichtenagentur ANNA-News hält den Bericht der Zeitung „Al-Quds Al-Arabi“ für glaubwürdig. „Die Wahrscheinlichkeit, dass S-300-Raketen sich bereits in Syrien befinden, ist groß.“ Dem Experten zufolge hat Russland Syrien in den vergangenen Jahren umfassend militärtechnisch unterstützt und unter anderem die bereits zu Sowjetzeiten gelieferten Flugabwehrwaffen modernisiert sowie syrische Militärs ausgebildet. Musin schließt zudem nicht aus, dass russische Militärberater in Syrien tätig sind.
15 Mai 2013 - 19:30
News ID: 419821
Russische Flugabwehr-Raketensysteme S-300 befinden sich bereits in Syrien, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag unter Berufung auf die in London erscheinende arabische Zeitung „Al-Quds Al-Arabi“.