28 April 2013 - 19:30
Bewaffnete umstellten Außenministerium

Die Angriffe libyscher Milizen auf Regierungsbehörden reißen nicht ab.

Die Angriffe libyscher Milizen auf Regierungsbehörden reißen nicht ab. Am Sonntag haben rund 200 Bewaffnete laut Medienberichten das Gebäude des libyschen Außenministeriums in der Hauptstadt Tripolis umzingelt und Reformen gefordert. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, dass die Bewaffneten den Beamten den Zutritt zu dem Ministeriumsgebäude verwehrten. Sie forderten, sämtliche hochrangigen Mitarbeiter und Botschafter aus der Zeit des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi müssten entlassen werden. Der Nationalkongress als höchste exekutive Gewalt berät derzeit über ein Gesetz, mit dem die Gaddafi-Getreuen aus Regierung und Verwaltung entfernt werden sollen. Das würde insbesondere im Außenministerium dazu führen, dass etliche Amtsträger entlassen werden müssen. Am Samstag hatten Milizionäre in der Nähe der Hauptstadt einen Armeeposten attackiert und einen Soldaten getötet. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Lana berichtete, entdeckten Sicherheitskräfte im Anschluss an den Übergriff ein Fahrzeug mit mehr als 50 Kilogramm Sprengstoff in der Nähe des Tatorts.