6 April 2013 - 19:30

In der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist es bei Protesten gegen Präsident Mursi zu Ausschreitungen gekommen.

In der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist es bei Protesten gegen Präsident Mursi zu Ausschreitungen gekommen. Nach Berichten lokaler Medien versuchten die Demonstranten das Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft und ein Gerichtsgebäude zu stürmen. Die Polizei setzte Tränengas ein. Dabei sollen mehrere Menschen verletzt worden sein. Am Samstag gingen in mehreren Städten Tausende gegen Mursi auf die Straße. Proteste gab es nach Angaben ägyptischer Medien und Augenzeugen in Kairo, Alexandria, der Industriestadt Mahalla al-Kubra sowie in Mursis Heimatbezirk Sagasig. Anlass der Kundgebungen ist der fünfte Jahrestag eines Arbeiteraufstandes am 6. April 2008 in Mahalla al-Kubra. Damals richteten sich die Proteste gegen das Mubarak-Regime. Daraus entstand die "Jugendbewegung 6. April", die sich inzwischen gegen Präsident Mursi und seine islamistisch geprägte Regierung wendet. Die Aktivisten haben zu insgesamt viertägigen Demonstrationen aufgerufen.