Am zweiten Jahrestag des Sturzes von Ägyptens langjährigem Machthaber Hosni Mubarak ist es am Montag in Kairo zu heftigen Krawallen gekommen.
Dutzende Gegner des Mubarak-Nachfolgers Mohammed Mursi warfen Steine auf den Präsidentenpalast. Die Polizei reagierte mit dem Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas. Ihr Protest steht unter dem Motto „Das Volk will den Sturz des Regimes“. Zu den Protestmärschen, die auf dem Tahrir-Platz und vor dem Präsidentenpalast enden sollen, hatten mehrere Parteien und Revolutionsgruppen aufgerufen. Sie kritisieren die Politik der Regierung des Präsidenten Mohammed Mursi. Ihr Protest richtet sich auch gegen das Innenministerium. Sie werfen der Polizei vor, sie wende heute die gleichen brutalen Methoden an wie das alte Regime. Die Jugendbewegung 6. April forderte die Aufklärung des Todes ihres Mitgliedes Gaber Saleh, genannt „Gika“. Der junge Mann, dessen Name seine Mitstreiter inzwischen auf Hunderte Wände in Kairo gesprüht haben, war bei einer Demonstration im vergangenen November ums Leben gekommen. Angeblich wurde er von der Polizei erschossen.