17 Dezember 2012 - 20:30

In Pakistan sind sechs einheimische Mitarbeiter einer UNICEF-Impfkampagne gegen Kinderlähmung (Polio) erschossen worden.

In Pakistan sind sechs einheimische Mitarbeiter einer UNICEF-Impfkampagne gegen Kinderlähmung (Polio) erschossen worden.

Bislang übernahm niemand die Verantwortung für die Angriffe. Allerdings hatten die Taliban ein Impfverbot in ihren Stammesgebieten ausgesprochen - angeblich aus Angst vor Impotenz und Spionage.
Die Attentäter haben an verschiedenen Orten zugeschlagen und gezielt auf die Helfer geschossen. Alle Todesopfer waren für eine dreitätige Impfkampagne von UNICEF, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, unterwegs.
Die Hafenstadt Karatschi im Süden des Landes meldete die meisten Opfer. Aus Sicherheitsgründen stoppten die Verantwortlichen dort die Anti-Polio-Kampagne. Dabei ist die größte Stadt Pakistans mit ihren 18 Millionen Einwohnern eine Hoch-Risiko-Zone für Polio, genauso wie die Stammesgebiete entlang der afghanischen Grenze und die Provinzen Khyber-Pakhtunkkwa und Belutschistan.