Das kuwaitische Innenministerium gab am gestrigen Donnerstag in einer Erklärung bekannt, dass die Sicherheitskräfte mit Härte gegen jede Anti-Regierungs-Demonstration vorgehen werden.
Am Mittwoch setzten sich die kuwaitischen Sicherheitskräfte mit tausenden Demonstranten auseinander, die gegen die Festnahme des Oppositionsführers und früheren Parlamentsabgeordneten Musallam al-Barrak protestiert hatten. Dieser wurde am Montag, dem 29. Oktober unter der Beschuldigung der Beleidigung des Emirs von Kuwait inhaftiert. Letzte Woche gab die kuwaitische Regierung bekannt, dass jede Versammlung mit mehr als 20 Personen verboten ist. Nachdem die Regierung im Oktober erklärt hatte, dass am 1. Dezember Wahlen stattfinden sollen und man zur Wahrung der nationalen Einheit das Wahlrecht ändern wolle, hat die Opposition zu Protestdemonstrationen aufgerufen. Die Oppositionellen sind der Ansicht, dass die von der Regierung angekündigten Änderungen im Wahlgesetz im Widerspruch zur Verfassung stehen. Aus diesem Grund wollen sie die bevorstehende Parlamentswahl boykottieren. Kuwait war das erste arabische Land am Persischen Golf, welches 1962 ein vom Volk gewähltes Parlament bildete.