17 Oktober 2012 - 20:30

Der irakische Präsident hat die im Irak lebende christliche Gemeinschaft als einen Teil der irakischen Nation bezeichnet. Das Präsidialamt gab heute (Donnerstag) in einer offiziellen Erklärung bekannt, die Christen hätten in der irakischen Geschichte eine große Rolle gespielt und sich Seite an Seite mit den Muslimen gegen die Krise eingesetzt. Diese Erklärung wurde nach dem Treffen von Dschalal Talebani mit Kardinal Mar Emanuel Deli und dem Oberhaupt der katholischen Kirche und seiner begleitenden Delegation im Irak herausgegeben.

Der irakische Präsident hat die im Irak lebende christliche Gemeinschaft als einen Teil der irakischen Nation bezeichnet.

Das Präsidialamt gab heute (Donnerstag) in einer offiziellen Erklärung bekannt, die Christen hätten in der irakischen Geschichte eine große Rolle gespielt und sich Seite an Seite mit den Muslimen gegen die Krise eingesetzt. Diese Erklärung wurde nach dem Treffen von Dschalal Talebani mit Kardinal Mar Emanuel Deli und dem Oberhaupt der katholischen Kirche und seiner begleitenden Delegation im Irak herausgegeben.Nach dem Sturz des Saddam-Regimes 2003 versuchten Fremde unter den Muslimen und Christen des Iraks Zwietracht zu säen. Zu diesem Zweck wurden immer wieder Terroranschläge auf die christliche Gemeinschaft verübt, und der Verdacht wurde bewusst auf die Muslime gelenkt.Vor der Eroberung durch den Islam im 7. Jahrhundert und noch einige Jahrhunderte danach bildeten die Christen die Mehrheitsbevölkerung im Gebiet des heutigen Irak. Kirchengeschichtlich entstammen die Christen im Irak überwiegend dem syrischen, daneben vor allem dem armenischen Christentum. Die Christen im Irak, ähnlich wie die Christen in Ägypten (Kopten), befinden sich hierbei in einer doppelten Minderheitsrolle: Zum einen bilden sie eine religiöse Minderheit, zum anderen ist diese auch identisch mit einer indigenen ethnischen Minderheit der syrischsprachigen Bevölkerung.