Allein vom 12. bis 14. April haben die Rebellen mehr als 80 Mal den Waffenstillstand verletzt, hieß es. Täglich würden Militärposten und Streifen der Regierungstruppen überfallen. Auch gebe es Anschläge auf militärische und zivile Fahrzeuge, Ermordungen und Entführungen von Soldaten und Zivilisten.So seien in den ersten drei Tagen der Waffenruhe in Homs, Aleppo, Daraa und Damaskus zehn Sicherheitskräfte von Rebellen getötet worden. Banden aus der Türkei, dem Libanon, dem Irak und Jordanien würden nach Syrien eindringen.In Syrien dauern seit mehr als einem Jahr gewaltsame Proteste gegen die Regierung von Präsident Assad an. Laut den jüngsten UN-Angaben sind dabei bereits rund 9000 Menschen getötet worden. Die syrischen Behörden Sprechen von rund 2500 getöteten Sicherheitskräften und etwa 3200 zivilen Todesopfern.Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan konzipierte im Auftrag der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga einen Friedensplan für Syrien, der eine Beendigung der Gewalt, den Abzug der Regierungstruppen aus den Städten, einen Dialog zwischen Regierung und Opposition sowie freien Zugang für Hilfsgüter vorsieht.Die beiden Konfliktparteien riefen in der vergangenen Woche einen Waffenstillstand aus. Schon nach Beginn der Waffenruhe sprengten Extremisten nach Behördenanhaben im westsyrischen Aleppo einen Militärbus in die Luft. Dabei wurde in Soldat getötet, 24 weitere erlitten Verletzungen. Menschenrechtler beschuldigten ihrerseits die Regierungstruppen, bei einem Beschuss mehrere Zivilisten getötet zu haben.
19 April 2012 - 19:30
News ID: 309957
Nach der Waffenruhe mit der Regierung in Damaskus hat die Aktivität der bewaffneten Oppositionsgruppen in Syrien deutlich zugenommen. Das erfuhr RIA Novosti aus informierten Quellen.