Der Shell-Konzern schuldet der Nationalen Iranischen Öl-Gesellschaft (NIOC) für Rohöl-Lieferungen den Gegenwert von etwa vier großen Tankerladungen von insgesamt ca. acht Millionen Barrel, wie aus Insider-Kreisen bekannt wurde. "Es handelt sich um eine sehr heikle und schwierige Angelegenheit", wird ein Informant zitiert, der anonym bleiben will. "Shell möchte trotz der Sanktionen seine guten Beziehungen zum Iran aufrecht erhalten."Mit einer täglichen Liefermenge von 100.000 Barrel ist Shell Irans zweitgrößter Öl-Abnehmer - nach der türkischen Tupras-Gesellschaft und gleichauf mit dem französischen Total-Konzern.Im Zuge ihrer Sanktionen hat die EU am 23. Januar den Import von Öl aus dem Iran verboten, den Öl-Konzernen aber bis zum 1. Juli Zeit gegeben, bestehende Geschäftsbeziehungen zu beenden. Shell hat am 7. März angekündigt, seine letzten Lieferungen innerhalb von Wochen abzuwickeln.Die rigorosen Beschränkungen transnationaler Finanzaktivitäten durch Sanktionen der USA und der EU, mit denen Iran für sein Atomprogramm bestraft werden soll, zeigen bereits Wirkung, wie aus der Öl-Branche berichtet wird. Es sei nahezu unmöglich geworden, Geld in den Iran zu überweisen.
25 März 2012 - 19:30
News ID: 304668
Der Royal Dutch Shell-Konzern sucht verzweifelt nach einem Weg, fast eine Milliarde Dollar für Öl-Lieferungen an den Iran zu überweisen. Die von den USA und der EU verhängten Sanktionen machen derartige Finanztransaktionen fast unmöglich.