Aus den Parlamentswahlen am vergangenen Freitag ist die islamische Partei „Gerechtigkeit und Entwicklung“ als Siegerin hervorgegangen. Das gab der marokkanische Innenminister Taib Cherqaoui heute auf einer Pressekonferenz bekannt. Die Partei gewann mit dem höchsten Stimmenanteil 80 von 395 Sitzen im Parlament. Allerdings hatte die Parteiführung zuvor die Eroberung von mehr als hundert Sitzen prognostiziert. Die Wahlen am Freitag waren die ersten nach einer Verfassungsreform, mit der dem Parlament und dem Ministerpräsidenten größere Befugnisse eingeräumt worden sind. Nach der neuen, durch ein Referendum bestätigten Verfassung ernennt König Mohammad VI. den Ministerpräsidenten aus der stärksten im Parlament vertretenen Partei.
25 November 2011 - 20:30
News ID: 280553
In Marrokko hat die islamische Partei bei den Parlamentswahlen gesiegt.