20 November 2011 - 20:30

Der unabhängige afghanische Menschenrechtsverein berichtet über zunehmende Gewalt gegen Frauen in der ersten Hälfte des Jahres 2011.

Nach Angaben des Vereins wurden in der ersten Hälfte dieses Jahres 2.433 Fälle von Gewalt gegen Frauen gemeldet. 2010 waren es im ganzen Jahr 2.725 Fälle. Die meisten seien in Kabul, Mazar-e Scharif, Herat, Nangarhar und Faryab gemeldet worden. Der Verein kritisierte die Haltung der Gerichte, die nicht bereit seien, Gewalttätigkeiten gegen Frauen mit dem angemessenen Engagement zu verfolgen.
Dr. Sima Samar, die Vorsitzende des Menschenrechtsvereins, erklärte manche Gesetze sowie eine unzureichende Strafverfolgung der Täter als Hauptursachen für die zunehmende Gewalt gegen Frauen.