16 Juni 2011 - 19:30

Die libyschen Revolutionäre haben den Vorschlag von Diktator Muammar al-Gaddafi abgelehnt, unter internationaler Aufsicht Wahlen abzuhalten. Laut der Nachrichtenagentur Xinhua sagte Jalal Gallal, Sprecher der libyschen Revolutionäre am heutigen Freitag, das Regime von Gaddafi habe seine Legitimität verloren und sei deshalb nicht in der Lage, Wahlen in diesem Land zu fordern und der libysche Übergangsrat werde nicht mit ihm verhandeln.

Hinweisend darauf, dass die internationale Gemeinschaft wiederholt Gaddafi aufgefordert hat, seine Söldner zurückzuziehen und humanitäre Hilfssendungen für das libysche Volk zu genehmigen, betonte er: „Der einzig Weg für Gaddafi ist, auf sein Amt zu verzichten.“

Unterdessen haben auch die USA dem Vorschlag von Gaddafi eine klare Absage erteilt. "Es ist ein bisschen spät für jegliche Vorschläge von Gaddafi und seinem Kreis. Es ist Zeit für ihn zu gehen", sagte die neue Sprecherin des US-Außenamtes, Victoria Nuland, in Washington.

Der Gaddafi-Sohn Saif al-Islam hatte am Donnerstag mit der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" Wahlen als Ausweg aus dem Bürgerkrieg in Libyen vorgeschlagen. Die Europäische und die Afrikanische Union, die Vereinten Nationen oder sogar die Nato könnten mit internationalen Wahlbeobachtern für Transparenz sorgen, meinte er.