7 Juni 2011 - 19:30

Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF hat vor der Verschlechterung der Lage im Jemen gewarnt.

  „Dieses Land braucht absolut dringend humanitäre Unterstützung“, sagte UNICEF-Mitarbeiter Geert Cappelaer laut Press TV am Dienstag. „Wir hoffen, dass es für das politische Patt bald eine Lösung gibt. Aber selbst, wenn es eine geben sollte, wird dies nicht das Ende der Probleme sein“, erklärte Cappelaere. „40 Prozent der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Das hat enorme Nachwirkungen.“ Viele Menschen litten an Unterernährung. Nun stiegen auch noch die Lebensmittelpreise. Bereits jetzt sei die Hälfte aller Kinder im Jemen körperlich nicht so weit entwickelt, wie sie sein sollte. Die Schulen seien geschlossen worden. Die Kinder könnten keine Prüfungen machen, ihre Zukunft sei auch dadurch gefährdet.
Hinzu kommen massive Probleme bei der Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Schon jetzt habe es im Süden des Landes Cholera-Ausbrüche gegeben, weil die Menschen wegen der Kämpfe verschmutztes Wasser zu sich nehmen mussten, so Cappelaere.
Weitere Probleme drohten durch die Massenflucht aus den Ballungszentren zu entstehen, sagte Cappelaere.
Cappelaere ist einer der wenigen ausländischen Entwicklungshelfer, die sich noch im Jemen befinden.