2 Juni 2011 - 19:30

Die Hamas-Bewegung spricht von einem Notstand in Krankenhäusern in Gaza.


Wie die Ahlul Bayt News Agency ABNA berichtet, soll die Hamas-Regierung, die demokratisch erwählt worden war, von unmutbaren Zuständen in Krankenhäusern gesprochen haben. Durch die Blockade des Gazastreifens, seien Medikamente schon seit Jahren knapp, nun sind aber auch die Notreserven aufgebraucht, und die Versorgung aus dem Ausland sei unumgänglich.
Mindestens 178 verschiedene Arten an Medizin benötigen die Krankenhäuser derzeit. Dies wurde bei einer Rede verkündet, die von der Hamas selber gehalten wurde.
"Der Tiefstand an medizinischer Versorgung in den Krankenhäusern Gazas ist ernst. Und er hat tragische Konsequenzen." So Khamis Najjar, ein Hamassprecher.
Gleichzeitig benötigten die Krankenhäuser jedoch Kerosin, um die Generatoren weiter betreiben zu können. Generatoren versorgten die Krankenhäuser ohne hin schon einen Großteil des Tages- das obwohl sie nur für Einsätze von einer knappen Stunde angewendet werden können.
Blutplasma, Impfungen und andere Bestände werden aufgrund der vielen Stromausfälle nicht mehr ausreichend gekühlt, was die Vorräte nutzlos macht.
Gleichzeitig kündigte ein Krankenhaussprecher an, dass viele frühgeborene Babies und die jenigen die auf Nierenspenden warteten, in Kürze sterben könnten, falls die Stromausfälle andauerten.
Der einzige Weg heraus aus der Krise sei die Aufhebung der Gazablockade, die durch das zionistische Regime und deren westliche Verbündete seit 2007 aufrecht erhalten wird.
Israel hat die wirtschaftliche Blockade auf den Gazastreifen nach der demokratischen Wahl der Hamas beschlossen. Seither greifen die Zionisten Gaza immer wieder aus der Luft und von See an.
Etwa 1,5 Millionen Menschen haben derzeit keinen Zugang zu lebensnotwendigen Rohstoffen, Medizin, Benzin, Strom oder sogar Wasser.