Außenministerin Lene Espersen bestätigte
gegenüber der Tageszeitung „Berlingske Tidende“ (Freitag-Ausgabe), dass
der Diplomat Muner Eldawani das Land binnen fünf Tagen verlassen muss.
Espersen bezeichnete den Schritt als „klares Signal an Gaddafi, dass
sein brutales Vorgehen gegen die libysche Bevölkerung Konsequenzen
hat“. Die restlichen Angestellten des libyschen Generalkonsulats dürfen
hingegen in Dänemark bleiben, weil diese Gaddafi nicht „wiederholt in
der Öffentlichkeit unterstützt“ (Espersen) haben.
Laut „Berlingske“ ist es das erste Mal seit 1976, dass Dänemark einen
ausländischen Diplomaten solcherart hinauswirft. Damals traf es die
gesamte Belegschaft der Botschaft Nordkoreas, nachdem sich diese als
regelrechtes Schmuggelnest für Haschisch, Alkohol und Zigaretten
herausgestellt hatte. Dänemark ist mit einer Kampfflugzeugstaffel am
NATO-Militäreinsatz in Libyen maßgeblich beteiligt.
26 Mai 2011 - 19:30
News ID: 243771
Dänemark hat den libyschen Generalkonsul in Kopenhagen zur unerwünschten Person erklärt, weil er nach wie vor loyal zur Regierung von Staatsführer Muammar al-Gaddafi steht.