6 April 2011 - 19:30

Im Jemen dauern die Proteste gegen den langjährigen Präsidenten Ali Abdullah Saleh an.

  Am Taghyeer-Platz in der Hauptstadt Sanaa verurteilten die Protestierenden die brutale Niederschlagung von Demonstrationen durch die Sicherheitskräfte. Im südlich der Hauptstadt Sanaa gelegenen Tais gingen gestern Zehntausende auf die Straße und forderten den Rücktritt des autokratisch regierenden Staatschefs. Sicherheitskräfte feuerten Warnschüsse ab, um die Menge auseinanderzutreiben.Berichte über Tote und Verletzte gab es zunächst nicht. Am Montag hatten Polizisten und Bewaffnete in Zivil in Tais und der Hafenstadt Hudaida 21 Menschen erschossen. Saleh lehnt die Forderung nach einem sofortigen Rücktritt ab und will erst nach Parlaments- und Präsidentenwahlen Ende des Jahres gehen. Er ist seit 32 Jahren an der Macht.Seit dem Beginn der Volksproteste Ende Januar 2011 sind über 100 Menschen von Regierungskräften getötet worden.