Auf dem Tahrir-Platz in Kairo verbrachten tausende Menschen die Nacht, berichteten Augenzeugen am Morgen. Hunderte campierten auch vor dem nahe gelegenen Parlament auf der Straße.Am morgigen „Freitag der Freiheit“ wollen die Oppositionsanhänger den Rücktritt von Präsident Mubarak erzwingen. Das Regime will Härte zeigen.Vizepräsident Omar Suleiman war Montagabend sehr deutlich: Man könne die Proteste nicht mehr lange hinnehmen, die Krise sei rasch zu beenden. Einen Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak schloss er dezidiert aus.Damit hat Suleiman der Opposition nach mehreren Gesprächen einen Affront geliefert. Denn die Parteienvertreter, darunter auch die Moslembrüder, stehen auch unter dem Druck der hunderttausenden Demonstranten. Diese wollen vor einem Rücktritt des verhassten Präsidenten nicht weichen. Die Moslembrüder zogen gestern Nachmittag als Erste die Konsequenzen. Sie legten die Verhandlungen mit der Regierung auf Eis, weil zu viele ihrer Forderungen unerfüllt geblieben seien.
9 Februar 2011 - 20:30
News ID: 225431
Die Massenproteste gegen den ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak sind am 17. Tag in Folge weiter gegangen.