In diesem Jahr kamen bis zum 23. Dezember 3976 Zivilisten gewaltsam ums Leben.Dies seien 15 Prozent weniger zivile Todesopfer als im Vorjahr, als 4680 Zivilisten getötet worden waren, erklärte die in Grossbritannien ansässige Organisation Iraq Body Count (IBC) am Donnerstag. Die Organisation zeigte sich dennoch besorgt.Der seit Ende 2007 beginnende Rückgang der zivilen Todesopfer verlangsame sich zusehends. Schliesslich habe er 2008 noch 63 Prozent und 2009 50 Prozent betragen."Jede Verringerung des Gewaltniveaus ist zu begrüssen, aber die Verlangsamung dieses Rückgangs weist darauf hin, dass ein unüberwindbares Minimum erreicht werden könnte", erklärte IBC.Als gefährlichste Städte des Landes machte IBC die Hauptstadt Bagdad und das nordirakische Mossul aus.Die Organisation stützt sich bei ihrer Opferbilanz auf Angaben der Behörden und Medienberichte. Die Angaben der irakischen Behörden fallen üblicherweise geringer aus. Das Innen- und das Verteidigungsministerium teilten mit, 2010 seien in den ersten elf Monaten 2416 Zivilisten gewaltsam ums Leben gekommen.
29 Dezember 2010 - 20:30
News ID: 219088
Die Zahl der im Irak getöteten Zivilisten ist 2010 nach Angaben einer internationalen Organisation auf den niedrigsten Stand seit dem US-Angriff im Frühjahr 2003 gesunken.