21 Dezember 2010 - 20:30

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat Christen und Muslime dazu aufgerufen, sich auf ihre religiösen Ursprünge zu besinnen.

In einem Interview mit der "Bild-Zeitung" (Dienstag) forderte er beide Religionen zu Toleranz auf: "Wir müssen zurückkehren an den Ursprung der Religion, und der lehrt uns Offenheit." Glaube müsse dafür öffnen, andere Religionen zu akzeptieren und mit deren Gläubigen zu leben, statt Konflikt und Gewalt zu schüren. Assad wandte sich dagegen, pauschal über "den Westen" und "den Islam" zu sprechen. Es sei falsch, weil z.B. in Syrien Christen und Juden inmitten einer Mehrheit von Muslimen wohnten: "Wir leben hier miteinander." An den Westen appellierte Assad: "Als Christen müssen Sie von den Christen im Nahen Osten lernen, weil die schon seit über 1.400 Jahren gemeinsam mit den Muslimen leben. Ja, Sie müssen mehr über diese Religion lernen. Sonst werden Sie für immer Probleme damit haben, Muslime in Ihre Gesellschaften zu integrieren."