Präsident Evo Morales hatte dem Chef der
Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, bereits am 14.
Dezember telefonisch seine Entscheidung mitgeteilt und sie auf dem 40.
Gipfeltreffen des südamerikanischen Staatenbündnisses MERCOSUR wenige
Tage später bekräftigt.
Gegenüber seinen Amtskollegen aus Paraguay
und Uruguay sagte Morales, nach seiner Meinung werde in dieser Region
ein Genozid verübt. Wegen des brutalen militärischen Vorgehens gegen
die Bevölkerung von Gaza hatte Bolivien schon im Januar 2009 die
diplomatischen Beziehungen zu Israel unterbrochen. In Ramallah wurde
die Anerkennung freudig begrüßt, so Abbas. Riyad al Maliki, Chef des
Außenamtes, erwartet ähnliche Entscheidungen von Paraguay und den
anderen Staaten Lateinamerikas.
Mahmoud Abbas hat inzwischen
angedeutet, dass er eine Anerkennung Palästinas seitens der USA
einfordern und im Falle einer Ablehnung eine entsprechende Petition an
den Sicherheitsrat oder das Plenum der UNO richten wird.
19 Dezember 2010 - 20:30
News ID: 217726
Nach Brasilien, Argentinien und Uruguay hat auch Bolivien am Wochenende Palästina als unabhängigen Staat in seinen Grenzen vor dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 anerkannt.