Politische Verantwortliche in Saudi Arabien sind besorgt über diese Situation.
Die
Zeitung Al-Kud Al-Arabi schrieb: In den letzten Tagen haben sich der
ägyptische Präsident Mubarak, der König Bahrains Hamd bin Issa und der
jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh telefonisch nach dem Befinden
des saudischen Königs erkundigt. In den Medien wird von einem regen
Telefonverkehr mit Saudi Arabien berichtet, bei denen man sich nach der
Gesundheitslage des saudischen Königs erkundigt. Die Bedeutung dieser
Kontakte liegt darin, dass König Abdullah der letzte Sprössling der
Familie Abdulaziz Al-e Saud ist. Nach dessen Testament waren dieser
Familie die Herrschaft über Saudi Arabien übertragen worden. Mit einem
Tod von Abdullah erwartet man ein Vakuum in der Nachfolge der Monarchie.
Die
Zeitung schriebt weiter: Die Stiefbrüder des Königs warten seit Jahren
auf eine solche Gelegenheit; sie sind heute aktiver als zuvor und man
sagt, dass Emir Talal bin Abdulaziz, der aktivste unzufriedene Mitglied
der Saud-Familie sich darauf vorbereit, die Nachfolge von Abdullah
anzutreten.
16 November 2010 - 20:30
News ID: 213539
Der 80-jährige Kronprinz Saudi Arabiens Sultan bin Abdulaziz ist seit einem Jahr fern vom politischen Geschehen in seinem Land; der 87-jährige König Abdullah, der 2005 sein Amt antrat, ist ebenfalls krank und hat die wichtigsten Aufgaben heute, die die Verwaltung der Pilgerrituale betreffen, an den Innenminister weitergegeben.