16 November 2010 - 20:30

Der 80-jährige Kronprinz Saudi Arabiens Sultan bin Abdulaziz ist seit einem Jahr fern vom politischen Geschehen in seinem Land; der 87-jährige König Abdullah, der 2005 sein Amt antrat, ist ebenfalls krank und hat die wichtigsten Aufgaben heute, die die Verwaltung der Pilgerrituale betreffen, an den Innenminister weitergegeben.

Politische Verantwortliche in Saudi Arabien sind besorgt über diese Situation.
Die Zeitung Al-Kud Al-Arabi schrieb: In den letzten Tagen haben sich der ägyptische Präsident Mubarak, der König Bahrains Hamd bin Issa und der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh telefonisch nach dem Befinden des saudischen Königs erkundigt. In den Medien wird von einem regen Telefonverkehr mit Saudi Arabien berichtet, bei denen man sich nach der Gesundheitslage des saudischen Königs erkundigt. Die Bedeutung dieser Kontakte liegt darin, dass König Abdullah der letzte Sprössling der Familie Abdulaziz Al-e Saud ist. Nach dessen Testament waren dieser Familie die Herrschaft über Saudi Arabien übertragen worden. Mit einem Tod von Abdullah erwartet man ein Vakuum in der Nachfolge der Monarchie.
Die Zeitung schriebt weiter: Die Stiefbrüder des Königs warten seit Jahren auf eine solche Gelegenheit; sie sind heute aktiver als zuvor und man sagt, dass Emir Talal bin Abdulaziz, der aktivste unzufriedene Mitglied der Saud-Familie sich darauf vorbereit, die Nachfolge von Abdullah anzutreten.