24 Oktober 2010 - 20:30

Kabul streitet die Affäre um das Schmiergeld ab.

Die Regierung in Kabul hat am Montag den jüngsten US-Zeitungsbericht dementiert, wonach sie Bargeld in Euro aus dem Iran bekommen und einflussreiche Afghanen damit bestochen habe. Dieser Pressebericht sei frei erfunden und ziele darauf ab,
Teheran und Kabul zu spalten, sagte Hamid Elmi, Sprecher des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai. Der Iran helfe Afghanistan zwar beim Wiederaufbau der Wirtschaft, diese Hilfe sei aber völlig transparent.
Die „New York Times“ hatte unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, Karsai und der Chef seines Präsidialamtes hätten Boxen mit Bargeld in Euro von iranischen Beamten bekommen, um afghanische Parlamentsabgeordnete und weitere einflussreiche Personen, aber auch die Taliban zu bestechen.