24 Oktober 2010 - 20:30

Die schiitische Opposition konnte in den Parlamentswahlen in Bahrain 18 Sitze für sich gewinnen.

Wie die Ahlul Bayt News Agency ABNA berichtet, konnte die schiitische Opposition die knappe Hälfte der Parlamentssitze bei den Wahlen für sich gewinnen. Dies ist als ein großer Fortschritt für die lokalen Schiiten zu werten.

Die Parlamentswahlen am Samstag wurden als Zerreisprobe für das Land gesehen.
Wie die Wahlkommission am Sonntag nach den Wahlen mitteilte, konnten die Schiiten eine knappe Hälfte der Sitze durch die Parlamentwahlen für sich entscheiden. Das Parlament in Bahrain besteht aus 40 Sitzen.
Die 18 Kandidaten der INAA waren in der ersten Runde der legislativen Abstimmungen ins Parlament gewählt. So berichtete Abdullah al Buainain gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Neun Sitze im Parlament bleiben für die zweite Runde der Wahlen übrig. Der zweite Teil der Wahlen werden am 30. Oktober 2010 abgehalten.
Vorher hatte die Opposition kritisiert, dass schiitische Wähler von den Wahlurnen gejagt wurden. Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen können nicht ausgeschlossen werden.
Manama hatte die Behauptungen zurückgewiesen. Selbst eine kleine Anzahl an Wählern könnten den Wahlausgang dementsprechend beeinträchtigen. Im Land sind weniger als 319 000 Menschen wahlberechtigt.
Der Kopf der Wefaq-Parteik, Sheikh Ali Salman, saggte dass mindestens 890 Wähler von den Urnen verjagt worden waren. Die meisten der Verjagten waren Schiiten. Ihre Namen waren auf den Listen nicht abgedruckt.
"Dies ist nicht die volle Zahl, wir erwarten noch einen Anstieg der Zahlen." So Salman auf einer Pressekonferenz.
Nabeel Rajab, der Direktor des Menschenrechtszentrums in Bahrain, sagte dass die Regierung veranlassen würde, dass der schiitische Block keinen Zuwachs an Stimmen erhalte.
Hunderte von Schiiten wurden in den Monaten vor den Wahlen verhaftet. Man hatte ihnen eine Verschwörung gegen die Regierung vorgeworfen.
Die Behörden in Bahrain genehmigen internationalen Menschenrechtsaktivisten die Untersuchung der Vorwürfe nicht.