"Wir begrüßen die Rede sehr, das sind
wichtige Signale in Richtung der deutschen Gesellschaft", sagte der
Sprecher des Koordinationsrats der Muslime (KRM), Erol Pürlü. In dem
Dachverband sind die vier großen Muslim-Verbände zusammengeschlossen.
Wulff
habe das Wir-Gefühl betont und entspreche damit dem Gefühl von einem
Großteil der Muslime, die sich mit Deutschland identifizierten, sagte
Pürlü. Nun müssten Taten folgen, etwa die Einführung des
Islamunterrichts.
Der Zentralrat der Muslime in Deutschland
(ZMD) bezeichnete die Rede als ein 'deutliches und wichtiges Signal'.
Der Präsident habe gezeigt, dass Muslime nicht Bürger zweiter Klasse
seien, sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek.
Der Hamburger
Weihbischof Hans-Jochen Jaschke hingegen betonte in dem Blatt, dass
Deutschland immer noch stark von der christlichen Kultur geprägt sei,
'und ich kämpfe dafür, dass wir diese nicht preisgeben'. Die Muslime
müssten 'die gewachsene Mehrheitskultur in unserem Land respektieren'.
Trotzdem sei es ein wichtiges Zeichen, 'dass der Bundespräsident den
Muslimen die Hand reicht', sagte Jaschke im Domradio.
5 Oktober 2010 - 20:30
News ID: 207770
Die muslimischen Verbände haben die Rede von Bundespräsident Christian Wulff zur Integration und zur deutschen Einheit gelobt.