5 Oktober 2010 - 20:30

In Syrien sind laut der Zeitung „Al-Watan“ elf mutmaßliche Organhändler verhaftet worden.

Wie das Blatt am gestrigen Montag schreibt, sei die kriminelle Gruppe von einer 26-jährigen Analphabetin namens Fadija angeführt worden. Sie soll zusammen mit ihrem Mann die Beförderung von potentiellen Organspendern aus der syrischen Stadt Aleppo nach Ägypten organisiert haben, wo diese ihre Nieren an Transplantationspatienten aus den arabischen Golfstaaten, vor allem aus Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, verkauften.

Die Organspender wurden in den Armenvierteln von Aleppo angeworben. Allein im letzten Jahr sind 150 Menschen Opfer der Verbrechergruppe geworden.

Den Ermittlungsergebnissen zufolge waren insgesamt 13 Personen an den illegalen Transplantationsgeschäften beteiligt, zwei davon halten sich in Kairo auf. Um auch deren Festnahme zu erreichen, haben die syrischen Behörden die Interpol eingeschaltet.