18 September 2010 - 19:30

Terroristen haben heute in Bagdad 30 Menschen getötet.

64 Menschen wurden verletzt, als Attentäter zwei Autobomben in der irakischen Hauptstadt zündeten. In zwei Vierteln detonierten nach Angaben des Innenministeriums nahezu zeitgleich mit Sprengstoff beladene Autos. Zudem wurden drei Mörsergranaten auf die hoch gesicherte Grüne Zone abgefeuert, wo zahlreiche Regierungsgebäude liegen.

Die beiden Autobomben detonierten den Angaben aus dem Innenministerium zufolge in dem Viertel Aden im Norden der Stadt sowie im östlichen Stadtteil Mansur. In Aden wurden demnach 19 Menschen getötet und 53 verletzt. In Mansur starben zehn Menschen und 58 erlitten Verletzungen. Zuvor war von insgesamt zwölf Toten und 48 Verletzten die Rede gewesen.

Nach Ansicht der meisten irakischen Beobachter ist die jüngste Zunahme der Gewalt das Ergebnis des politischen Stillstands in Bagdad. Das arabische Land hat mehr als sieben Monate nach der Parlamentswahl immer noch keine neue Regierung. Denn die Parteien, die bei der Wahl die meisten Sitze errungen hatten, schaffen es nicht, sich auf die Bildung einer Koalitionsregierung zu einigen.