22 August 2010 - 19:30

Zehn Tage vor der auf Wunsch der US-Regierung vereinbarten Wiederaufnahme direkter Nahost-Friedensverhandlungen hat die palästinensische Seite Israel vor der Fortsetzung des Siedlungsbaus im besetzten Westjordanland gewarnt.

Die israelische Regierung müsse sich zwischen Siedlungen und Frieden entscheiden - beides zugleich könne es nicht geben, sagte der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat heute in Ramallah.

Sollte der am 26. September auslaufende Teilstopp des Siedlungsbaus nicht verlängert werden, bedeute das das Ende der Gespräche, zu denen Israels Premier Benjamin Netanjahu und der Chef der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas für den 2. September nach Washington eingeladen sind.
Israel will das zehnmonatige Moratorium allerdings nicht verlängern.