17 September 2010 - 19:30

Eine Videoaufnahme des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu aus dem Jahr 2001 hat für Aufsehen gesorgt.

Er sprach ohne zu wissen, dass das Gespräch aufgezeichnet wurde, folgende Worte in die Kamera: Er werde gegen die Oslo-Vereinbarung verstoßen, gegen die Palästinenser vorgehen und die USA ganz einfach manipulieren. Diese Aufnahmen stammen aus den ersten Tagen der Zweiten Intifada, als der damalige Ministerpräsident des zionistischen Regimes Ariel Scharon Soldaten ins Westjordanland entsandte.

Das Video, das auf einem privaten israelischen Fernsehsender zu sehen war, wurde im Westjordanland aufgezeichnet. Zu jener Zeit bekleidete Netanjahu keinen Regierungsposten. Er sagte damals: "Ich weiß, wie Amerika ist. Amerika ist ein Land, das sehr leicht beeinflussbar ist. Beeinflusst man die Amerikaner in die richtige Richtung, werden sie sich einem nicht in den Weg stellen". Ferner bezeichnete Netanjahu den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton, der bei der Unterzeichnung der Oslo-Vereinbarung aktiv mitgewirkt hatte, als einen “Sympathisanten der Palästinenser”. Die Videoaufnahme haben in Israel breite Reaktionen ausgelöst.