"Wir werden die Formation einer Übergangsregierung fordern, eine Aufpasser-Regierung welche ihrer Pflichten gewappnet ist, und saubere Wahlen ausführt." So Allawi gegenüber dem irakischen Fernsehsender Al Sharqiyah.
Die Aufforderung dazu kommt nachdem eine Anzahl von Allawis Kandidaten von der Regierung verbannt wurden, und daher eine Administration ihrerseits unmöglich scheint. den verbannten Kandidaten wurden Beziehungen zur Baath-Partei nachgesagt, der Partei welcher Saddam Hussain angehörte.
Die Partei Al Iraqiya ging als Gewinner der wahlen vom 7. März hervor. Eine dreiköpfige Jury hatte eine Neuauszählung der Wahlstimmen entschieden. Die Allianz Nouri Al Malikis hatte dies gefordert. Die selbe Jury hatte die Partei "Iraqiya" verbannt, und ihre Wahlerfolge als "ungültig" erklärt.
Die Jury soll noch über neun andere Gruppierung abstimmen, auch diesen Parteien werden Beziehungen zur Partei Saddams vorgeworfen.
Allawi forderte die Vereinten Nationen dazu auf, seinen Vorschlag einer "Aufpasser-Regierung" zu unterstützen, falls seine Partei weiterhin an Stärke verlor.
Der Westen welcher von den USA geführt wird, steht Baghdad kritisch gegenüber. Ein Verbot der Baath-Partei ist deren Meinung nach ein Verbot der Meinungsfreiheit. Sie warnten vor einer Neuwahl, da ihre eigenen Interessen wohlmöglich keine Beachtung mehr finden könnten.
In der Zwischenzeit machen sich Sorgen breit, dass eine amerikanische Unterstützung der Baath-Partei, die über zwei Jahrzehnte lang Schiiten tötete, ein weiteres dunkles Kapitel in der Geschichte des Irak bedeuten könnte.
17 Juli 2010 - 19:30
News ID: 186148
Der irakische Ex-Premier Iyad Allawi rief die Regierung dazu auf, Neuwahlen zu erwägen, da immer mehr Kandidaten seines Blockes verbannt werden.