16 Juni 2010 - 19:30

Der Chef der palästinensischen Autonomiebehörde hat gerichtet an den Kriegsminister des zionistischen Regimes gefordert: Vernichtet die Hamas, ansonsten werde ich Palästina verlassen.

Wie die iranische Nachrichtenagentur Farsnews unter Berufung auf die in Kuwait erscheinende Zeitung Al Watan berichtet, hatte Mahmud Abbas diese Forderung kurz vor dem Arabischen Gipfel in Lybien an Ehud Barak bestellt und gedroht, dass er im Falle einer Nichtbefolgung seines Wunsches aus dem Amt scheiden und Palästina verlassen werde.
Der Bericht geht auf Aussagen des Chefs des israelischen Inlandgeheimdienstes Schin Beth, Yuval Diskin zurück, der von einem geheimen Treffen zwischen Abbas und Kriegsminister Barak in El-Kuds kurz vor Abhaltung des Arabischen Gipfels in Lybien sprach. Bei der Unterredung der beiden Politiker wirkte Abbas laut Diskin resigniert aufgrund der gescheiterten Kompromissgespräche mit Israel und der fortdauernden Herrschaft der Hamas im Gazastreifen. 
Abbas habe bei den Gesprächen Kriegsminister Barak kritisiert und betont: Ihr habt meine politische Strategie in einen Abgrund geführt, was eine große Gefahr für den Kompromissprozess sein wird. Zweifelsohne sind diese Maßnahmen zugunsten der Hamas auf palästinensischer Ebene. Wie der Palästinenserpräsident weiters sagte, halte er sich an den Fahrplan für den Nahen Osten, fordere aber im Gegenzug dazu auch von Israel sich an die getroffenen Vereinbarungen zu halten und die gestellten Forderungen durchzuführen. Dies sei aber leider nicht geschehen und wir haben nun nichts was wir unserem Volke vorzeigen könnten. Man habe sich auf einen gemeinsamen Zeitpunkt für die Vernichtung der Hamas und für Vereinbarungen im Kompromissprozess geeinigt, sagte Abbas gerichtet an Ehud Barak, bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei diesbezüglich jedoch nichts unternommen worden. Er kritisierte das zionistische Regime und unterstrich: Durch eure Maßnahmen habt ihr dafür gesorgt, dass die Hamas noch an Stärke hinzugewinnt und auch deren Beliebtheit zunimmt. So hat der Chef des Hamas-Politibüros Khaled Maschal unzählige arabische Länder bereist und überall wurde er von deren Oberhäuptern gebührend empfangen, außerdem begegnet man ihm mit  einem speziellen Respekt und hat dort nichts gegen Gespräche und Unterredungen mit dem Hamaspolitiker. Wie Schin Beth-Chef Diskin weiters aufdeckte, forderte Abbas von Ehud Barak die Durchführung eines offensichtlichen politischen Projekts zur Konfrontation und Vernichtung der Islamisch-Palästinensischen Widerstandsbewegung Hamas. Auch drohte er damit, dass er im Falle einer Nichtbefolgung seiner Forderung von seinem Amt zurücktreten und Palästina verlassen werde. Die Verantwortung für die gegenwärtige Lage trage, so Abbas, das zionistische Regime und die USA.