Wie die iranische Nachrichtenagentur Farsnews unter Berufung auf die in
Kuwait erscheinende Zeitung Al Watan berichtet, hatte Mahmud Abbas
diese Forderung kurz vor dem Arabischen Gipfel in Lybien an Ehud Barak
bestellt und gedroht, dass er im Falle einer Nichtbefolgung seines
Wunsches aus dem Amt scheiden und Palästina verlassen werde.
Der
Bericht geht auf Aussagen des Chefs des
israelischen Inlandgeheimdienstes Schin Beth, Yuval Diskin zurück, der
von einem geheimen Treffen zwischen Abbas und Kriegsminister Barak in
El-Kuds kurz vor Abhaltung des Arabischen Gipfels in Lybien sprach. Bei
der Unterredung der beiden Politiker wirkte Abbas laut
Diskin resigniert aufgrund der gescheiterten Kompromissgespräche
mit Israel und der fortdauernden Herrschaft der Hamas im Gazastreifen.
Abbas
habe bei den Gesprächen Kriegsminister Barak kritisiert und betont: Ihr
habt meine politische Strategie in einen Abgrund geführt, was eine
große Gefahr für den Kompromissprozess sein wird. Zweifelsohne sind
diese Maßnahmen zugunsten der Hamas auf palästinensischer Ebene. Wie
der Palästinenserpräsident weiters sagte, halte er sich an den Fahrplan
für den Nahen Osten, fordere aber im Gegenzug dazu auch von Israel sich
an die getroffenen Vereinbarungen zu halten und die gestellten
Forderungen durchzuführen. Dies sei aber leider nicht geschehen und wir
haben nun nichts was wir unserem Volke vorzeigen könnten. Man habe sich
auf einen gemeinsamen Zeitpunkt für die Vernichtung der Hamas und für
Vereinbarungen im Kompromissprozess geeinigt, sagte Abbas gerichtet an
Ehud Barak, bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei diesbezüglich jedoch
nichts unternommen worden. Er kritisierte das zionistische Regime und
unterstrich: Durch eure Maßnahmen habt ihr dafür gesorgt, dass die
Hamas noch an Stärke hinzugewinnt und auch deren Beliebtheit zunimmt.
So hat der Chef des Hamas-Politibüros Khaled Maschal unzählige
arabische Länder bereist und überall wurde er von deren Oberhäuptern
gebührend empfangen, außerdem begegnet man ihm mit einem speziellen
Respekt und hat dort nichts gegen Gespräche und Unterredungen mit dem
Hamaspolitiker. Wie Schin Beth-Chef Diskin weiters aufdeckte, forderte
Abbas von Ehud Barak die Durchführung
eines offensichtlichen politischen Projekts zur Konfrontation und
Vernichtung der Islamisch-Palästinensischen Widerstandsbewegung Hamas.
Auch drohte er damit, dass er im Falle einer Nichtbefolgung seiner
Forderung von seinem Amt zurücktreten und Palästina verlassen werde.
Die Verantwortung für die gegenwärtige Lage trage, so Abbas, das
zionistische Regime und die USA.
16 Juni 2010 - 19:30
News ID: 185001
Der Chef der palästinensischen Autonomiebehörde hat gerichtet an den Kriegsminister des zionistischen Regimes gefordert: Vernichtet die Hamas, ansonsten werde ich Palästina verlassen.