Wie die Nachrichtenagentur Abna berichtet, sagte Fatih Birol am Donnerstag bei einem Treffen, das vom Think Tank Council on Foreign Relations in Washington veranstaltet wurde: «Die Ölsicherheit bleibt ein entscheidendes Thema. Wenn sich die Lage in den nächsten Wochen nicht verbessert, sollten wir uns Sorgen machen. Ich bin auch besorgt.»
Birol fügte hinzu, dass trotz des starken Anstiegs der Energiepreise mehrere Faktoren diesen Anstieg abgemildert hätten. Dazu gehören die chinesischen Reserven, die vor dem Krieg über 1 Milliarde Barrel Öl betrugen, Einsparungen bei Öl durch verstärkte Nutzung von Elektrofahrzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie die Freigabe von bis zu 400 Millionen Barrel Öl in Koordination mit der Internationalen Energieagentur.
Er erklärte, dass der Krieg gegen Iran die schlimmste Energiestörung der Geschichte sei, und betonte, dass diese Korrekturen und Abschwächungen «nicht für immer anhalten können».
Birol wies auch auf die steigende Ölproduktion der USA hin, die der weltweit größte Produzent von Öl und Gas sind, und betonte: «Die Steigerung der US-Produktion ist sehr gut. Die USA haben die Rohölproduktion um 1 Million, 2 Millionen Barrel erhöht, aber sie können die Rohölproduktion nicht um 10 Millionen Barrel pro Tag steigern.»
Der Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur erklärte, dass die Krise der Öl- und Gasversorgung die Volkswirtschaften weltweit geschädigt habe, jedoch asymmetrisch.
Birol sagte, dass «hauptsächlich Asien» am stärksten von dieser Situation betroffen sei, da es «80 bis 90 Prozent dieser Energie durch die Straße von Hormus bezogen habe».
Er fügte hinzu, dass Japan und Südkorea betroffen seien, aber Entwicklungsländer wie Pakistan, Bangladesch und Indien am stärksten getroffen worden seien.
Birol wies auch auf potenzielle Gesundheitsrisiken für Menschen in Entwicklungsländern hin, insbesondere für Frauen, die auf alternative Brennstoffe zum Kochen wie Dünger und Holz mit gefährlicheren Emissionen umgestiegen seien, da Erdölprodukte unerschwinglich geworden seien.
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