Wie die Nachrichtenagentur ABNA berichtet, sagte Kasan Gharibabadi, Vizeaußenminister für rechtliche und internationale Angelegenheiten, in einem Fernsehinterview: In einer Kriegssituation, in der die nationale Sicherheit und die nationalen Interessen eines Landes angegriffen werden, kann man nicht allein aus der normalen Perspektive über Völkerrecht sprechen.
Er sagte: Manche mögen sagen, dass Diplomaten eine solche Sprache nicht verwenden sollten, aber die Realität ist, dass, wenn ein Land sich im Krieg befindet und die grundlegenden Prinzipien des Völkerrechts von den Aggressoren verletzt wurden, man von diesem Land nicht erwarten kann, dass es ungeachtet dieser Umstände weiterhin wie im Normalzustand lediglich auf die Erfüllung völkerrechtlicher Verpflichtungen besteht.
Gharibabadi fuhr fort: Ich habe diese Einleitung deshalb gegeben, weil einige vorbringen, dass die Straße von Hormus zwischen zwei Ländern liegt – Iran und Oman – und daher der Souveränität Omans Respekt entgegengebracht werden müsse, und dieses Land das Recht habe, die Route für Handelsschiffe durch seine Gewässer offen zu halten. Aus rechtlicher Sicht ist dieses Argument unter normalen Umständen vertretbar, da Oman ebenfalls als einer der Anrainerstaaten der Straße von Hormus gilt.
Er fügte hinzu: Aber hier gibt es zwei wesentliche Punkte. Erstens befinden wir uns in einer Kriegssituation. Die Straße von Hormus könnte von den Aggressoren genutzt werden, um die nationale Sicherheit Irans zu gefährden und einige militärische Operationen gegen das Land zu erleichtern. Wenn der Iran nur seine eigenen Hoheitsgewässer kontrolliert, aber keine wirksame Aufsicht über andere Teile der Straße hat, bleibt die Möglichkeit einer Bedrohung der nationalen Sicherheit über diese Route bestehen. Daher geht es nicht nur um die Souveränität Omans.
Der Vizeaußenminister für rechtliche und internationale Angelegenheiten fuhr fort: Der zweite Punkt ist, dass Oman stets ein guter Nachbar für die Islamische Republik Iran war und in verschiedenen Phasen, einschließlich des jüngsten Krieges, prinzipielle Positionen gegen eine Ausweitung des Krieges eingenommen hat. Die Beziehungen zwischen Iran und Oman unterscheiden sich von denen zu vielen Ländern der Region des Persischen Golfs und beruhen auf Zusammenarbeit und gegenseitigem Respekt. Daher hat die Islamische Republik Iran nicht die Absicht, die Souveränität Omans zu verletzen.
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