20 Juni 2026 - 13:31
Source: ABNA
Haaretz: Netanjahu ist in seine «politischen letzten Tage» eingetreten

Ein zionistischer Analyst übte scharfe Kritik am Premierminister des israelischen Regimes und warnte davor, dass die verbleibende Amtszeit von Benjamin Netanjahu die gefährlichste Phase für dieses Regime sein könnte.

Wie die Nachrichtenagentur ABNA unter Berufung auf Russia Al-Youm berichtet, erklärte ein Autor und politischer Kommentator in den besetzten Gebieten in einem heftigen Angriff auf Benjamin Netanjahu, den Premierminister des zionistischen Regimes, dass dieser in seine «politischen letzten Tage» eingetreten sei und diese Situation für (das Regime) Israel gefährlich sein könnte.

Wie die Zeitung Haaretz berichtet, schrieb «Uri Misgav» in einem Artikel mit dem Titel «Netanjahu ist erledigt... und das ist gefährlich», dass Netanjahu in eine schwere Krise geraten sei – politisch, rechtlich und im Hinblick auf die öffentliche Unterstützung.

Laut diesem Analysten ist das Projekt, das jahrelang den Kern von Netanjahus politischer Tätigkeit bildete, nämlich die Bekämpfung der sogenannten «iranischen Bedrohung», nun gescheitert – ein geopolitischer Misserfolg, der seine politische Position weiter geschwächt habe.

Misgav warnte zudem mit Blick auf die Atmosphäre der Wut und politischen Instabilität in Israel nach den jüngsten Kriegen und sicherheitspolitischen Ereignissen davor, dass Netanjahu möglicherweise zu provokativen Aktionen in der Region greifen könnte, um dem inneren und politischen Druck zu entkommen.

Er nannte eine mögliche Eskalation der Konflikte im Westjordanland, im Gazastreifen und im Libanon oder sogar eine Ausweitung der Spannungen mit dem Iran als mögliche Szenarien, die verfolgt werden könnten, um die innenpolitische Lage des Regimes zu verändern.

Dieser zionistische Analyst kritisierte auch die Entscheidungsstruktur im israelischen Regime und behauptete, Netanjahu habe sich mit einem Kreis von ihm völlig ergebenen Personen umgeben, während die Stimme von Kritikern in den offiziellen Institutionen immer weniger gehört werde.

Am Ende des Artikels heisst es, dass die Meinungsverschiedenheiten in politischen und medialen Kreisen des israelischen Regimes über die Zukunft Netanjahus zunähmen und gleichzeitig die Forderungen nach vorgezogenen Neuwahlen und nach einer Rechenschaftspflicht der politischen Führung dieses Regimes für die Folgen der jüngsten Krisen wachsen würden.

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