Nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmen der irakischen
Parlamentswahl vom 7. März lag die Liste „Iraqiya“ des säkularen
Politikers Allawi erstmals knapp vor der Rechtsstaatlichkeitsallianz“
des amtierenden Ministerpräsidenten, Maliki. Allawis Vorsprung vor
Maliki beträgt indessen lediglich 9000 Stimmen.
Die Liste mit den
meisten Stimmen gewinnt nicht automatisch die meisten Mandate. Für
Maliki spricht, dass er in der Provinz Bagdad vorne liegt, die 70 der
325 Abgeordneten in das Parlament entsendet. Damit könnte Maliki sieben
der 18 Provinzen des Irak für sich entscheiden, Allawi nur fünf. Maliki
führt in den großen Provinzen Basra und Kerbala, ferner in Babil,
Nadschaf, Wasit und Muthanna.
Die Stimmenauszählung wird jedoch von Vorwürfen über Wahlbetrug und dem Ausschluss von Kandidaten überschattet.
"Adnan
el Seradsch", ein Kandidat der Rechtsstaatlichkeitsallianz, sagte
zum TV-Sender Al Alam, die Allianz wird die ersten Wahlergebnisse mit
den aktuellen vergleichen und die Wahlkommission habe versprochen,
diese Ergebnisse zur Verfügung zu stellen.
"Moin al Kazemi, ein
Kandidat der Nationalen Allianz, sagte gegenüber Al Alam: Es gibt
Informationen darüber, dass es in Gebieten, in denen terroristische
Gruppen aktiv sind, massive Wahlmanipulationen gegeben hat.
17 Mai 2010 - 19:30
News ID: 182021
Im Irak zeichnet sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Parteien Nuri al Malikis und Ijad Allawis ab.