17 Mai 2010 - 19:30

Der iranische Vertreter bei der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA), Ali asghar Soltanieh hat das NPT-Abkommen sowohl in seiner Art wie auch in seiner Ausführung als diskriminierend bezeichnet.

Laut der iranischen Nachrichtenagentur Irna sprach Soltanieh in einem Vortrag an der "Diplomatischen Akademie" in Wien in Anwesenheit einer Anzahl von Dozenten und Forschern über Herausforderungen, denen das NPT-Abkommen ausgesetzt ist.Der iranische IAEA-Vertreter nannte die Einteilung der Länder in "Atomländer und Nicht-Atomländer" diskriminierend und erklärte: Iran ist mit Blick auf die bevorstehende Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag entschlossen, gemeinsam mit anderen Ländern die diskriminierenden Züge aus dem NPT-Abkommen zu verbannen.Nach Sicht Soltaniehs soll den Atommächten ein Ultimatum für die Einlösung ihrer eingegangenen Verpflichtungen in der Frage atomarer Abrüstung gesetzt werden. Er hielt diesen Ländern vor, zu versuchen, das Thema der Nichtverbreitung von Atomwaffen stets auf der Tagesordnung zu halten, um so von der atomaren Abrüstung abzulenken.