17 Mai 2010 - 19:30

Angehörige der Opfer von Terroranschlägen der Pejak, die an die PKK angeschlossen ist, haben sich vor der deutschen Botschaft in Teheran versammelt und die Auslieferung des Anführers dieser Gruppe an Iran gefordert.

Laut Bericht des kurdischsprachigen Auslandsdienstes der IRIB versammelten sich die Familien und Angehörigen der Opfer dieser Anschläge am gestrigen Sonntag mit Plakaten und Bildern der Getöteten vor der deutschen Botschaft in Teheran. Sie forderten von der Bundesregierung die Auslieferung des Pejak-Anführers an Iran, damit er wegen seiner Terroraktionen vor Gericht gestellt wird. Die deutsche Polizei hat am Freitag Abdur-Rahman Hadschi Ahmadi, den Anführer der Terrorgruppe Pejak festgenommen.

In den letzten Tagen hat der Druck einiger europäischer Länder auf Mitglieder der PKK und PKK-Netze zugenommen.  Die belgischen Polizeikräfte haben am Donnerstag in einer Überraschungsaktion das Studio des Satellitennetzes Roj TV gestürmt und Ramzi Kartal, den Chef des Kurdischen Nationalkongresses KNK, der zur Terrorgruppe PKK gehört, festgenommen. Neben Ramzi Kartal wurden auch Zobeyr Aydar, ehemaliger Chef des Kurdischen Volkskongresses Kongra Gel  sowie die Leiterin von Roj TV und 15 weitere Personen inhaftiert. Die Stürmung hatte der Bundesstaatsanwalt der belgischen Hauptstadt Brüssel angeordnet. Sie erfolgte im Rahmen der Bekämpfung von Terrorismus.

Die Terrorgruppe Pejak ist mit Unterstützung der USA im nordirakischen Gebirge aktiv. Sie hat bei Beeinträchtigungen der Sicherheit in Westiran und bei dortigen  Terroranschlägen auf  iranische Staatsbürger die Hand im Spiel.