18 März 2010 - 20:30

Bereits im Herbst hatte Israels Innenminister für Aufsehen gesorgt, als er einen entschlossenen Kampf gegen illegale Einwanderer ankündigte. Nun stimmte Ministerpräsident Netanjahu einem Plan zu, die Grenze nach Ägypten dicht zu machen.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Plan des Verteidigungsministeriums bewilligt, entlang der israelischen Grenze zu Ägypten Zäune und elektronische Bewegungsmelder errichten zu lassen. Der Staat Israel habe keine andere Wahl, als sich von allen Seiten mit einem Zaun einzuschließen, begründete Netanjahu nach Angaben israelischer Medien seine Entscheidung vor Kabinettsmitgliedern.
Falls Israel dies nicht tue, werde das Land von "Hunderttausenden von ausländischen Arbeitskräften und Illegalen überschwemmt werden", zitiert die Tageszeitung "Yedioth Achronoth" den Ministerpräsidenten. Innenminister Eli Yishai von der ultraorthodoxen Schas-Partei lobte die Entscheidung Netanjahus im israelischen Rundfunk mit den Worten: "Der Zaun ist großartig. Ich beglückwünsche den Ministerpräsidenten zu der Entscheidung. Er konnte gar nicht anders, sie war notwendig. Sonst würden Hunderttausende hierherkommen. Die professionelle Einschätzung der Einwanderungsbehörde, dass genau das dem Staat Israel passieren wuerde."