Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den Plan des
Verteidigungsministeriums bewilligt, entlang der israelischen Grenze zu
Ägypten Zäune und elektronische Bewegungsmelder errichten zu lassen.
Der Staat Israel habe keine andere Wahl, als sich von allen Seiten mit
einem Zaun einzuschließen, begründete Netanjahu nach Angaben
israelischer Medien seine Entscheidung vor Kabinettsmitgliedern.
Falls Israel dies nicht tue, werde das Land von "Hunderttausenden von
ausländischen Arbeitskräften und Illegalen überschwemmt werden",
zitiert die Tageszeitung "Yedioth Achronoth" den Ministerpräsidenten.
Innenminister Eli Yishai von der ultraorthodoxen Schas-Partei lobte die
Entscheidung Netanjahus im israelischen Rundfunk mit den Worten: "Der
Zaun ist großartig. Ich beglückwünsche den Ministerpräsidenten zu der
Entscheidung. Er konnte gar nicht anders, sie war notwendig. Sonst
würden Hunderttausende hierherkommen. Die professionelle Einschätzung
der Einwanderungsbehörde, dass genau das dem Staat Israel passieren
wuerde."
18 März 2010 - 20:30
News ID: 175709
Bereits im Herbst hatte Israels Innenminister für Aufsehen gesorgt, als er einen entschlossenen Kampf gegen illegale Einwanderer ankündigte. Nun stimmte Ministerpräsident Netanjahu einem Plan zu, die Grenze nach Ägypten dicht zu machen.