Laut einem Bericht der internationalen Nachrichtenagentur AhlulBayt (ABNA) durchläuft das israelische Regime eine sensible Phase in diplomatischer und wirtschaftlicher Hinsicht, da der Druck Europas und der internationalen Gemeinschaft gegen das Regime zunimmt. Zum ersten Mal seit der Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens erwägt die Europäische Union die Aussetzung oder Aufhebung des Freihandelsabkommens mit Israel. Dies geschieht, während die Welle der Anerkennung Palästinas in der Welt zunimmt und nun auch große Länder wie Großbritannien, Frankreich, Kanada und Australien es anerkannt haben.
Die israelischen Zeitungen „The Marker“ und „Calcalist“ zeichnen ein düsteres Bild der aktuellen Situation, einschließlich der direkten Bedrohung des Handelsstatus Israels, der sinkenden internationalen Unterstützung und der zunehmenden Abhängigkeit von der Regierung Donald Trumps in den USA.
Die Bedrohung des Handelsabkommens mit Europa Laut „The Marker“ hängt das Schicksal der Handelsbeziehungen Israels von der Abstimmung der EU-Institutionen ab. Italien spielt bei dieser Entscheidung eine Schlüsselrolle. Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni hat Israel in ihrer Rede der Verletzung humanitärer Standards beschuldigt und einige europäische Sanktionen gegen Tel Aviv unterstützt. Diese Haltung könnte den größten Handelspartner Israels, die Europäische Union, für Tel Aviv unerreichbar machen.
Die Aufhebung des Freihandelsabkommens würde die Rückkehr von Zöllen in Höhe von 3 bis 6 Prozent auf israelische Exporte bedeuten. Dies könnte einen tiefen Schlag für eine Wirtschaft darstellen, deren Handelsvolumen mit Europa über 50 Milliarden Dollar pro Jahr beträgt.
Die Welle der Anerkennung Palästinas Die Zeitung „Calcalist“ schrieb, dass der Prozess der Anerkennung des Staates Palästina an Fahrt gewonnen habe. Bisher haben 156 von 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, darunter drei G7-Länder (Frankreich, Großbritannien und Kanada), Palästina anerkannt. Dieses Ereignis hat nicht nur eine symbolische Bedeutung, sondern ermöglicht es den Palästinensern auch, mehr rechtliche und politische Instrumente auf internationaler Ebene zu nutzen und die Position Israels zu schwächen.
Gescheiterter Normalisierungsprozess und Abhängigkeit von Trump Diesen Zeitungen zufolge hat auch die Haltung Saudi-Arabiens die Krise Israels verschärft. Mohammed bin Salman hat betont, dass ohne die Gründung eines palästinensischen Staates kein Normalisierungsabkommen mit Israel möglich sei. Gleichzeitig verlässt sich Tel Aviv nun fast vollständig auf die Unterstützung Trumps; eine Unterstützung, die zu einem Instrument des Feilschens und des politischen Drucks werden könnte.
Wirtschaftliche und finanzielle Folgen Wirtschaftsexperten warnten, dass bereits die Thematisierung von Sanktionen Israel auf den globalen Märkten als eine Hochrisikowirtschaft einstuft. Banken, Versicherungsgesellschaften und große Investmentfonds überprüfen ihre Geschäftsbeziehungen zu Israel; ein Umstand, der die Kreditkosten für das Regime erhöhen und die ausländischen Investitionen reduzieren könnte.
Fazit Die Analyse dieser beiden israelischen Zeitungen zeigt, dass Tel Aviv schnell auf eine diplomatische und wirtschaftliche Isolation zusteuert. Der Verlust europäischer Handelsvorteile, die Spaltung unter den G7-Ländern, die Bedingungen Saudi-Arabiens für die Normalisierung und die riskante Abhängigkeit von Trump haben Israel in eine Lage gebracht, in der es sich von einem wünschenswerten Partner zu einem isolierten Regime in der Welt entwickeln könnte.
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