15 Juni 2009 - 19:30

Die Vereinten Nationen haben vor einer menschlichen Katastrophe in Nordjemen gewarnt.

AFP zufolge sagte dazu eine Sprecherin des UN-Flüchtlingshilfewerks (UNHCR): Wegen der anhaltenden Kämpfe in der nordjemenitischen Provinz Saada ist es unmöglich, der Zivilbevölkerung und den Verletzten zu helfen. Die Sprecherin des Welternährungsprogramms (WFP), Emilia Casella, forderte unterdessen die jemenitische Regierung zur Errichtung eines sicheren Korridors für Hilfslieferungen in den umkämpften Norden des Landes auf. Der Zugang zum Krisengebiet sei derzeit die dringlichste Angelegenheit, sagte Casella am Dienstag in Genf. Die Organisation konnte in der Region im August nur noch 10.000 Menschen erreichen, im Vergleich zu 95.000 vor Ausbruch der Kämpfe im Juli, wie Emilia Casella erklärte. Nach UN-Schätzungen sind bereits rund 150.000 Menschen aus der Provinz geflohen, etwa 35.000 davon seit Ausbruch der jüngsten Kämpfe. UN-Nothilfekoordinator John Holmes wollte am (morgigen) Mittwoch für mehr Hilfsgelder für den Jemen werben.